Das Interview mit Herrn Adamantios Tsolis aus Zofingen

Kaffeetasse, Bleistift und Radierer auf Tisch

Herr Tsolis ist mittlerweile seit 10 Jahren selbständig in der Schweiz. Er besitzt eine kleine Webagentur im Herzen von Zofingen. Der kollegiale Umgang mit seinen Kunden ist ihm besonders wichtig. Sein Kundenstamm ist ausserdem enorm breit gefächert. Er erledigt sämtliche Arbeiten, welche von einem kompetenten Webentwickler gefragt sind, fürchtet sich jedoch nicht davor Arbeiten weiterzugeben, wenn die Anforderungen seine persönlichen Kenntnisse überschreiten.



Wann haben Sie entschieden als Webentwickler tätig zu sein? Ist das Interesse bereits im Kindesalter dagewesen oder hatte sich dies zu einem späteren Zeitpunkt entwickelt?

Ich kann die Geschichte erzählen, die ich immer erzähle. 1994 habe ich meinen ersten Computer zum Geburtstag bekommen.

In der 8. Klasse, wo dann das Internet so langsam aufkam, habe ich angefangen mich mit diesem auseinanderzusetzen. Persönlich hat mich die Programmierung interessiert. Ich habe dann so das erste Mal mit Visual Basic programmiert. Also, so richtige Programme, damals noch programmiert. Mit 17 Jahren, habe ich dann angefangen mein erstes Browser Spiel zu programmieren. Und seit demher bin ich in dieser Berufung geblieben.



Und was denken Sie denn, sollte ein Webentwickler heutzutage für Fähigkeiten mitbringen? Sagen wir für eine Einstiegsposition?

Das ist immer so ein bisschen schwierig, da sich das Internet schon nur über das letzte Jahr soweit entwickelt hat... Es gibt ja schon bereits Agenturen, die nicht mehr Programmieren können. Hauptsächlich durch WordPress, den vielen Plugins, welche man kaufen kann, es gibt fertige Templates... Aber die meisten Kunden, die wirklich Qualität wollen, gehen dann zu einem richtigen Webentwickler als zu einer Agentur, die nur das Nötigste macht.

Ich denke, ein Webentwickler muss auch viel Ahnung von Usability haben oder muss zumindest wissen, was gerade angesagt ist. Es ändern sich natürlich immer viele Sachen. Er muss auch Ahnung von Suchmaschinen Optimierung haben. Ausserdem benötigt man ein Auge für Design.



Ja, bei grösseren Agenturen ist es ja so, dass man öfters eigene Abteilungen für gewisse Arbeiten vorsieht. Und bei kleineren Agenturen werden die Arbeiten allein übernommen oder viel mehr extern bearbeitet, oder?

Ja, persönliche gebe ich meine Arbeiten meist extern. Ich besitze natürlich auch Leute, mit denen ich zusammenarbeite. Einfach auch aus dem Grund, da ich eine gute Arbeit abliefern möchte. Da ich weiss wo meine Stärken liegen, wie auch meine Schwächen liegend. Ich möchte, dass mein Kunde 100% zufrieden mit dem Resultat ist. Und wenn es etwas gibt, worin ich Schwierigkeiten habe, gebe ich diese Arbeiten extern zu Leuten, die darauf spezialisiert sind. Ich denke, das macht schlussends mehr Sinn.



Was ist denn das Highlight Ihres Berufes?

Also, was mir am Beruf selbst gut gefällt, ist sicherlich der gesamte Entwicklungsprozess. Ja, das ist dann doch schon faszinierend. Zu Beginn hat man meistens noch nicht wirklich eine Zeile Code geschrieben, man weiss einfach nur, wie es ungefähr aussehen soll. Wie man dann das gesamte Projekt realisiert, das weiss man zuvor noch nicht. Zu sehen, mit welchem Konzept man anfängt, und wie das Resultat aussieht, dazwischen liegen öfters Welten.



Was gefällt Ihnen denn weniger?

Was mir nicht so gut gefällt ist die Nötigung der grossen Firmen im Internet, wie zum Beispiel Google oder Firefox, die irgendwelche Regeln erstellen wollen nachdenen man arbeiten soll. Das stört mich dann schon extrem.



Also das gesamte für Cross-Plattform zu entwickeln?

Genau. Am liebsten hätte ich nur eine Plattform, auf der ich in Ruhe programmieren kann. Wenn man dann für Internet Explorer 6 noch irgendetwas machen muss, obwohl es den seit Jahren nicht mehr geben soll...



Das ist interessant. Was ist denn die Diversität Ihrer Arbeit? Mit welchen Wünschen kommen Kunden oft zu Ihnen?

Oh, dass ist immer ein bisschen unterschiedlich. Ich programmiere zum Beispiel immer noch Online Games, wie ein Adventskalender oder ein Osterhasenspiel, wie auch so Weihnachts- oder Silverstespielchen… Aber auch ganze Webseiten natürlich.



In Bezug auf Arbeit, welche Qualitäten denken Sie, besitzen Sie, welche andere Leute in Ihrem Markt weniger präsentieren?

Also, ich denke jetzt nicht, dass ich besser bin als ein anderer. Was ich vielleicht anders mache ist, wie ich mit meiner Kundschaft umgehe. Ich möchte mit meinen Kunden auch mal ein Bier trinken gehen, nicht als besten Freund, vielmehr als einen Arbeitskollegen über den ich einfach mehr wissen will.



So, im kollegialen Sinn?

Ja, genau. Wir wollen ja schliesslich einen Weg zusammen gehen. Ich sehe in einem Kunden nicht nur ein Etwas, mit dem ich Geld verdiene, sondern ich sehe ihn vielmehr als langjährigen Partner. Dabei denke ich immer, als ob ich in das Projekt investieren würde, denn Erfolg meiner Kunden ist auch mein Erfolg. Und ich denke, viele machen das nicht wirklich so. Es gibt manche Menschen, die vorwiegend viel Geld verdienen wollen. Ich würde nie sagen, dass ich der beste Programmierer bin. Ich bin ein sehr guter Programmierer, aber ich denke, mein Verhalten gegenüber den Kunden ist speziell an mir.



Herr Tsolis ein Webentwickler für jeden Kunden

Herr Tsolis hat für mich einen sehr freundlichen und hilfsbereiten Eindruck gemacht. Persönlich faszinierte mich, mit welchen Absichten er seine Kunden betreut. Die zwischenmenschlichen Beziehungen ist seine Priorität, die ich schon alleine durch das Interview habe feststellen können. Ich bedanke mich somit nochmals recht herzlich bei Herrn Tsolis für seine investierte Zeit.



Hier geht es zu der Webseite von der Agentur Tsolis.

Titelbild von Benchaccounting auf Unsplash.

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Nina Misteli

Besitzt eine Faszination für Computer, Code und Design und wie diese Elemente auf verschiedenen Plattformen zusammenspielen.

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